Ani denkt: Silenzio! Pronto! Grazie.

Darf ich vorstellen: Anika, auch Ani genannt. Schauspielerin, Nachdenkerin, Fühlerin Schreiberin und Neuzugang bei Make Yourself Move!
Das Schreiben. Es bot sich an, einen Blog zu eröffnen, denn welch besseren Platz gibt es für Kolumnen, die am Herzen liegen und nicht in den Untiefen eines Netbooks versauern sollen? So enstand ihre Seite Ani denkt.
Ihre Kolumnen verändern sich stets, sie können tieftraurig, aber auch überdreht und lustig sein – so, wie das Leben und Anika selbst. Das Wichtigste ist ihr, dass es einen roten Faden gibt, der ihren kleinen Geschichten einen Rahmen und somit Verständnis verleiht.
Wer ihr über den Weg läuft, Liebeskummer bereitet oder einfach mit ihr befreundet ist, muss damit rechnen, schon ab und an in ihren größtenteils autobiografischen Anekdoten aufzutauchen. Los gehts!
Es ist ein schwieriges Unterfangen, wenn man das Gefühl hat, jemand tritt in den eigenen Bereich. Quasi über die eigens gezogene Schwelle, die niemand überschreiten darf, es sei denn, man wünscht es ausdrücklich (s. David Beckham oder auch gerne Ryan Gosling).
Das Gleiche trifft auch auf Personen oder Situationen zu, bei denen man das Gefühl hat, die Kontrolle zu verlieren und auf einmal passieren Dinge, die man gar nicht will.
Im wunderschönen Rom-Urlaub wurde mir nicht nur mein Bargeld, sondern auch meine Identität gestohlen. Da ich dies über Nacht nicht bemerkt hatte, sondern erst am nächsten Vormittag, war der Schock natürlich umso größer. Was macht ein Taschendieb innerhalb von 12h mit Kreditkarten und Bargeld? Die Abwägung der Antworten auf meine Hirngespinste und die geringe Chance, er würde vielleicht erst einmal eine Nacht darüber schlafen wollen, trieben mir Tränen in die Augen – mein Erspartes sollte einfach so weg sein? Gerade mir, einem Menschen, der nicht einmal wirklich sparen würde, wenn er könnte, wird jetzt das heiß geliebte Urlaubsgeld weggenommen?
Und abgesehen davon fiel mir ein, dass ich ohne Personalausweis ja gar nicht zurückfliegen konnte. Dass Botschaften sonntags geschlossen haben – die schlafen wohl nicht nur eine Nacht drüber – und mein Rückflug am Mittag des Folgetages war, machten das Ganze Chaos zwar eindeutiger, aber nicht besser.
Und so wird man in Situationen geschmissen, in denen man kaum etwas tun kann, außer zu warten und das Beste daraus zu machen. Das setzte ich dann auch um, mit dolce vita, sprich einer Flasche Wein und 3-Gänge-Menü. Wenn schon Geld weg, dann aber auch alles. Ich versuchte, diesen Moment der Ohnmacht für mich zu gewinnen, sozusagen auf meine Seite zu ziehen, und mir daraus das mitzunehmen, was ich brauchte, um ihn zu überstehen.
Was das war? Atmen. Und eine beruhigende Antwort auf die Frage, was das Schlimmste sei, das noch passieren könnte? Nach 3 Gläsern Wein hatten meine Freundin und ich auch das für uns beantwortet: sie müsse alleine nach Hause fliegen, während ich weiterhin bei unseren Freunden in Rom bleiben müsse, eben so lange, bis ich eine Identitätsbestätigung bekäme, um dann den nächsten Flug, den ich mir leisten könne, zu buchen.
Blleib isch hald noch bisssschen hieaaar, prostete ich, lies mich auf die Situation ein und meisterte mit Bravour alle nachkommenden Ereignisse.
Und jetzt sitze hier im kalten München, reingeworfen in den Alltag, und in das Haus, in dem ich nur wohne, weil es die perfekteste Lage der Stadt bietet. Im Gegensatz zu meinem unperfekten Nachbarn, dem ich immer zu laut bin. Angeblich rücke ich Möbel (ich habe mich an meinen Tisch gesetzt und dabei den Stuhl geschoben) ganz früh morgens (um 9:00h) und sei auch sonst laut, letzt hätte er Besuch gehört (ja, meine Freundin aus dem 3. Stock war zum Kaffeeklatsch da. Nachmittags, nicht nachts).
Uff. Schon wieder jemand in meinem Bereich, zwar keine Identität gestohlen, aber meine Ruhe.
Also stelle ich mich tot und danke dem Herrn für meinen Spion an der Tür, der meinen Nachbarn so schön verzerrt und parodiert, dass ich sofort wieder gut drauf bin.
Und während ich so weiter überlege, wie oft man das Gefühl hat, jemand Anderes würde das eigene Ruder ungefragt übernehmen, fällt mir der hübsche Italiener ein, der mir unaufgefordert einfach seine Jacke gab, als ich frierend an der Haltestation stand und insgeheim die Geschehnisse verfluchte. Ich bedankte sichtlich überrascht, zog sie an und bin fast umgekommen, weil sie so unverschämt gut roch, dass ich diesmal fast zum Dieb wurde. Die Tram kam, ich gab sie ihm – anständig, wie ich nunmal bin – zurück und hoffte, ein bisschen beschämt, dass er nicht merken würde, wie ich den Duft ausgeschnüffelt hatte.
Und auch fällt mir die Kanadierin ein, die letztendlich meinen Geldbeutel gefunden hat, darin nach meiner Identität suchte (und fand), daraufhin die Botschaft angerufen sowie mein Portemonnaie abgegeben hat.
Ja, solche Menschen dürfen gut und gerne Grenzen überschreiten. Ungebeten wohlgemerkt.
Und was mache ich jetzt mit meinem Nachbarn? Wenn er das nächste Mal klingelt und mir Korkunterlagen für Möbel andreht, dann lade ich ihn vielleicht zu einer Flüsterparty ein. Nur er und ich in Söckchen plus zwei Tassen Tee. Auf Untersetzern.
(Der Lärm, der Lärm.)

Was sind schon 18 Minuten?

Kennst Du das auch? Der Wecker klingelt morgens früh und umgehend fängt das volle Programm an: Du spurtest durch den Tag, erledigst alle so gut wie alle to do´s und hast am Ende doch das Gefühl nichts Wichtiges geschafft zu haben? So ging es mir in letzter Zeit. Schöne, neue Projekte blieben oft auf der Strecke, weil sie in dem ganzen Alltagswahnsinn untergingen und irgendwann fehlte mir einfach die Motivation sie doch noch umzusetzen.
Ich habe zwar schon unmengen über Zielsetzung und Motivation gelesen und auch selber geschrieben, aber am Ende des Tages bin ich dann auch nur ein Mensch wie alle anderen, der trotz seines Wissens mit den Tücken des Alltags zu kämpfen hat.
Deswegen kam es mir auch sehr gelegen, dass mir meine Freundin von einer kurzen, knackige Zielstrategie in der neuen Ausgabe der Petra erzählte. Denn was ich jetzt brauchte waren keine lange Romane, sondern einen schnellen Wegweiser, um meinen Zielen mehr Platz im Leben zu geben und sie vor allem umzusetzen.
Der Artikel “Das geht doch auch entspannter” dreht sich hauptsächlich um die Neuprogrammierung unseres Kopfes, eine damit verbundene Gelassenheit sowie die 18-Minuten Methode. Und so gehts:
“Egal was in ihrem Leben anders sein soll oder was Sie besser machen möchten – fangen Sie an! Und zwar mit exakt 18 Minuten am Tag. Das sind nur drei Minuten mehr als die Tagessschau – diesen Zeitraum investieren Sie ab sofort in ihr persönliches Projekt. Schon nach einer Woche wird es sich einen Hauch selbstverständlicher anfühlen und nach drei Wochen so wichtig wie Zähneputzen sein. Am Ende der ersten 30 Tage werden Sie grosse Veränderungen feststellen und nach einem Jahr vielleicht ein neuer Mensch sein!”
Einfacher und entspannter geht´s doch nicht! Meine Freundin hat sich übrigens eine Partnerin gesucht mit der sie sich gegenseitig anspornt die 18 Minuten auch wirklich jeden Tag durchzuziehen. Der Vorteil: Man kann sich nicht nur motivieren, sondern auch updaten wie weit die Zielerreichung vorangeschritten ist.
Angesteckt von dem Enthusiasmus der beiden will ich auch: Ziele erreichen, mir jeden Tag 18 Minuten Zeit für mich nehmen und sehen wie etwas Neues entsteht. Komme was wolle – und wenn ich dafür auch mal die Tagesschau schwänzen muss!
Erbsen-Minz Risotto mit gebratenem Spargel

Wochenenden eignen sich hervorragend dazu meine üblich schnellen 10 Minuten Rezepte in Zeit und Aufwand zu verdoppeln und in Kohlenhydrat-Genüssen zu fröhnen. Denn was gibt es Besseres als nach einem ausgedehnten Boxtraining am Samstag Vormittag einen riesen Teller Erbsen-Minz Risotto mit gebratenem Spargel zu verdrücken?
Zutaten:
150g Risottoreis
120g TK Erbsen
1 Bund Minze
1 kleine Zwiebel
600 ml Geflügelfond
30g fein geriebener Parmesan
100g grünen Spargel
Olivenöl
Salz, schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
Zwiebel fein hacken, mit 2 El Olivenöl in einem Topf andünsten. Reis unter Rühren zugeben und mit Geflügelfond ablöschen. Soviel heißen Fond zugießen, bis der Reis bedeckt ist. Offen bei milder Hitze unter Rühren ca. 20 Min. kochen lassen, nach und nach restlichen heißen Fond zugießen. Inzwischen den Spargel klein schneiden, salzen und in einer leicht geölten Pfanne oder im Wok vier Minuten scharf anbraten.
Minzblättchen fein hacken. Erbsen in den letzten 2 Minuten zugeben, kurz erwärmen. Parmesan unter den Reis rühren und Minze unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Risotto mit dem Spargel belegen und fertig!
Ich fand es so lecker, dass es das gericht gleich zwei Tage hintereinander gab. Das Boxtraining von Samstag wurde allerdings gegen eine Yogastunde am Sonntag ausgetauscht – allzu sehr wollte ich dann doch nicht in den Repeaty-Modus fallen!
Nach dem Sport ist der Körper übrigens besonders dankbar für Kohlenhydrate! In den ersten 4 bis 6 Stunden nach der Belastung läuft die schnelle Regeneration ab: Der Körper baut die Übersäuerung ab, bringt den Mineralstoff- und Flüssigkeitshaushalt wieder ins Lot, füllt die Glykogenspeicher weitgehend auf und baut das verbrauchte Muskeleiweiß teilweise wieder auf. In dieser Phase benötigt unser Körper viel Flüssigkeit, Mineralstoffe (insbesondere Kalium und Magnesium) und Kohlenhydrate.
Heisst im Klartext: Wenn Du abnehmen oder Dein Gewicht halten und gleichzeitig leistungssteigernd Sport treiben möchtest, dann eignen sich Kohlenhydrate besonders in dieser Zeit. Stärkehaltige Nahrung wie Reis, Nudeln und Kartoffeln liegen dabei ganz weit vorne!
Swantje´s Urbanyogini Kolumne: Für was, wenn nicht für die Liebe?

Die wunderbare Swantje kommt aus Hamburg und ist nicht nur Journalistin sowie Yogalehrerin, sondern auch quasi Blogger – Kollegin. Auf Urban Yogini berichtet sie regelmässig über die spirituellen und nicht spirituellen Begebenheiten des Lebens und alles, was es so besonders macht. Glücklicherweise lässt sie uns auch hier daran teilhaben!
Möchtest Du geliebt oder geachtet werden?
Wir leben in einer Zeit mit Köpfen nach vorne. Von zu viel Denken und weniger bewegen sehen viele „Akademiker“ schon wieder so aus wie die Affenmenschen mit runden Schultern und vorgestrecktem Kinn.
Wir rackern uns täglich ab, ein „gutes Bild abzugeben“ im Büro.
Wir bemühen uns permanent, dem Partner ein Abbild dessen zu geben, was er sich wünscht.
Wir halten die Stellung, wir strecken die Brust raus und ziehen den Bauch ein… Die typischen Symptome des letzten Zeitalters, das Fische Zeitalter. Die Zeit in der Haltung und Geltung immens wichtig war. Status wurde messbar und wer es geschafft hat? Hat einen Krieg mit sich selbst geführt, diesen Status bloß nicht mehr loszulassen.
Wurden diese Leute geliebt oder geachtet?
Wirst Du von Deinen Liebsten dafür geliebt, wer Du bist oder was Du bist?
Als mich diese Fragen diese Woche umtrieben, hatte ich (es gibt ja keine Zufälle) ein tolles Gespräch mit einer Lehrerin.
„Die Zeit ändert sich – Authentizität wird wichtiger als Materielles. Wir sind in den letzten Jahrzehnten schlauer geworden und haben verstanden, dass wir nicht mehr jedem unser Geld hinterher schmeißen nur weil er selbst einen Sportwagen fährt.
Es kommt eine Zeit, die nicht weniger als eine Revolution genannt werden könnte.“
Wir wollen Menschen mit Ecken und Kanten um uns herum haben. Wir wollen auf Augenhöhe mit allen sprechen, weil wir alle an einem Punkt sind der uns verstehen lässt, dass jeder schon mal durch Dreck musste und auch jeder schon mal eine verdammt geile Zeit hatte.
Das Wassermann Zeitalter ist geprägt von dieser Echtheit oder Wahrhaftigkeit! Vor Jahrzehnten, besonders in den 90er Jahren mit dem Start Up Hype, war es möglich schneller berühmt zu werden, als bei amerikanischen Banken einen Kredit zu bekommen. Die Gefahr die daraus hervor ging: Die Macher am Hebel haben nur auf Fehler gewartet. Man lauert Dir auf, um Dich fallen zu sehen. Und wir können nicht mal was dagegen tun, es ist quasi in uns angelegt: Die griechische Tragödie basiert darauf hinaufzusteigen und wieder zu fallen.
Wirst Du geliebt, weil Du Geld hast und anderen zeigen kannst, wen Du kennst und wer Dich unterstützt?
Wirst Du wahrhaftig geliebt, weil Du die größten Partys schmeißt?
Fakt ist: Du wirst anerkannt. That´s it! Sorry to say!
„Geliebt und geachtet“ könnte unterschiedlicher nicht sein. Es sind zwei unterschiedlichste Prinzipien, die so nicht ins neue Zeitalter passen.
Ein gute Beziehung braucht „das geachtet“ werden nicht, wenn „geliebt“ wird ist es eine Selbstverständlichkeit. Eine Beziehung in der geachtet wird, wird Probleme haben wahrhaftig zu lieben, da es immer eine Distanz gibt, immer ein Verstecken vor dem anderen.
Was Du tun kannst, um geliebt und nicht geachtet zu werden?
Sage, wenn Du Hilfe brauchst! Sei verletzbar in Momenten, wo alle denken, Du bist stark. Spreche offen über Deine Ängste. Zeige Dich so, wie Du wirklich bist, jetzt und in dem Moment, nicht wer Du gerne wärest in dem Moment. Die Authentizität wird Dir Größe verleihen und eine neue Stärke, die aus Dir heraus kommt und nicht von außen abgekupfert wurde.
“Attachment to being right creates suffering. When you have a choice to be right, or to be kind, choose kind and watch your suffering disappear.“ Dr. Wayne Dyer.
Aloha Weekend!
Beatrix spricht’s aus: Hundert / Wie kocht man einen Eisball?

Ich bin in der glücklichen Lage eine Kolumnistin zu haben – aber nicht irgendeine: Es handelt sich hierbei um Beatrix Schmiedel, Coacherin aus Köln, die gerne das ausspricht was uns alle bewegt und zum Nachdenken anregt. Und wenn sie nicht gerade dabei ist ihre Visionen und Werte zu leben, findet man sie beim Fotografieren, Kochen oder Yoga mit laut untermalter Musik. Jeder Woche widmet sie ab jetzt ein neues Thema und eine Aufgabe ist gleich mit inklusive!
Hundert Kolumnen, geschrieben in weit über 2 Jahren. Ich weiß noch, wie ich am 28. Januar 2010 gestartet bin und vor allem: warum. Ich wollte etwas Bleibendes schaffen. Meine Sicht der Welt teilen und meinen Lesern, die es ja damals noch gar nicht gab, etwas schenken. Etwas zum nachdenken, zum mitmachen und zum weiter-entwickeln. Und es sollte Spaß machen – den Lesern und mir.
Wenn ich mir heute anschaue, was aus diesem kleinen Anfang und den großen Zielen geworden ist: Wow! So viel Feedback und Lob. Ich bekam sogar einen heimlichen Wunsch erfüllt und darf Kolumnistin bei makeyourselfmove sein.
Ich darf etwas tun, das mir Spaß macht und dafür bin ich sehr dankbar. Für jede Mail, die mich erreicht und in der ihr davon sprecht, wie Wochenaufgaben gelaufen sind, welche Fortschritte ihr macht, wo ihr mehr Unterstützung braucht oder wovon ihr euch mehr wünscht.
Machen wir uns auf zur Eroberung der nächsten hundert. Ich gebe mein Bestes, versprochen!
Und hier ist die hundertste Kolumne für euch. Viel Spaß!
Wie kocht man einen Eisball?
Es war wie ein Schneeball, zu Kinderzeiten geformt. Mit den warmen Händen zu einem Eisball angefroren und dann mit einer weichen Außenschicht umhüllt. Ein tödliches Geschoss in jeder Schneeballschlacht. Strich man die die weiche äußere Schneeschicht herunter, stieß man auf einen harten Kern.
Ich dachte nach über dieses Gleichnis. Sonst sprachen wir doch immer über harte Schale – weicher Kern, aber diesmal war es umgekehrt. Mir war ein Mensch über den Weg gelaufen und ich hatte in ein, zwei Gesprächen etwas von seiner weich und freundlich wirkenden Oberfläche angekratzt. Aber ich kam nicht weiter. Und so wurde es ein immer gleiches Kommunikationsschema aus Ansprache, gefolgt von einer nichtssagend halb-interessierten Antwort und einer entsprechend gespiegelten Rückantwort, nichtssagend halbinformativ. Da war er wieder, der innen liegende Eisball.
Ich kam nicht umhin, mich zu fragen: Wieso kommen wir über dieses Schema nicht hinaus? Was ist da los?
Später im Frühling, an einem entspannten Nachmittag, kochte ich Suppe nach einem Rezept meiner Mutter. Frühlingssuppe. Viel Gemüse, kleine Klößchen, das volle Programm. Und während ich so die Zutaten in den Topf schnippelte, kam mir ein Gedanke: In der Kommunikation mit diesem einen, sehr speziellen Menschen gab es anscheinend eine Hauptzutat in der Suppe. Sie hieß: „nicht aus dem Fenster lehnen wollen“. Dazu kamen noch ein paar andere Geschmacksverderber: „Spielchen spielen“, „Macht demonstrieren“ und „bloß nichts preisgeben.“ Und vielleicht auch noch die Zutaten Angst, „es war schon immer so“ und „wie du mir so ich dir“.
Mir wurde schlecht. Was müsste man in den Topf schütten, damit es besser werden würde? Ein Gläschen Mut, mindestens drei Esslöffel Vertrauen und ein zwei Tassen Unbeschwertheit.
Und ganz ehrlich – ich wollte die Suppe retten. Aber ich war unentschlossen – war sie es wert?
Ich habe mich bis jetzt nicht durchringen können, das Glas Mut zu öffnen und es zu riskieren. Simpel gesagt: Ich wollte mich nicht zum Affen machen. Ich wollte lieber total erwachsen und locker rüber kommen, als jetzt hier ein Mega-Suppenfass aufzumachen.
Doch dann dachte ich wieder an ein gerade gehörtes Filmzitat: „”Du darfst nicht aufhören zu sein wie du bist, nur weil du Angst vor irgendwas hast.”
Was also würde ich tun?
Schnapp dir in dieser, deiner hundersten Wochenaufgabe, einen Zettel und einen Stift. Male einen Topf auf das Blatt und schreib auf, welche Zutaten in eine für dich leckere, perfekte „Kommunikationssuppe“ gehören.
Und dann schau mal, welche bereits in deinem Vorratsschrank (deinen Ressourcen, Stärken, Talenten und Fähigkeiten) vorhanden sind und markiere diese.
Bei den Zutaten, die fehlen, überleg mal: Wo bekommst du sie her? Bringt sie der andere mit? Und was ist mit Geschmacksverderbern. Mach dir ein Bild über deine Kommunikationssuppe.
Viel Spaß und guten Appetit wünscht euch von Herzen
Bea
Apfel-Karotten Salat mit Truthahnbrust und einer Petersilien-Lauch Vinigrette

Fast mit schlechtem Gewissen musste ich feststellen, dass mein letzter, richtiger Food Post fast drei Wochen zurückliegt. Und da es ja nicht so ist, als hätte ich fast einen Monat gehungert wurde ganz fix meine Foto Datenbank geplündert. Ich habe auch was Schönes für Euch gefunden: Einen schnellen Salat, der nicht nur gesund, sondern auch Eiweiss-haltig und raffiniert ist. Zutaten sind wie immer mehr als simpel und die Zubereitung in jeder Büroküche zu vollziehen!
Zutaten:
4 Karotten
1 grüner Apfel (Granny Smith)
150g Truthahnbrust
Petersilie
Lauchzwiebeln
Limette
Olivenöl
Salz
Pfeffer (schwarz)
Zubereitung:
Karotten schälen und in längliche Streifen schneiden, Apfel schälen und in Würfel schneiden – beides vermengen. Petersilie und Lauch klein hacken, den Saft einer halben Limette sowie 1-2 Eßlöffel Olivenöl dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Truthahnbrust nebendran drapieren – fertig!
Die Variationsmöglichkeiten sind wie immer endlos! Die Truthahnbust kann durch Fisch, Scampis oder zum Beispiel Hähnchenbrust ersetzt werden. Vegetarier können Schafs,- oder Ziegenkäse verwenden und keiner hat etwas dagegen, wenn noch Tomaten hinzugefügt werden. Just a thought.
Guten Appetit!